Veröffentlicht am 14.08.2025

Rückblick Bibelzentrum

Kurz An(ge)dacht

kurz vor den Sommerferien machten knapp 20 Konfis aus den Kirchengemeinden Heiligenstedten, Hohenaspe und Krummendiek-Mehlbek einen Tagesausflug und besuchten das Bibelzentrum in Schleswig. Neben vielen Informationen rund um die Bibel konnten die Jugendlichen ausprobieren, wie es sich anfühlt, in einem Nomadenzelt zu sitzen. Sie durften mit Feder und Tinte schreiben oder an der Gutenbergpresse eine Bibelseite drucken. Doch das wahre Highlight war sicherlich die Schiffsfahrt auf der Schlei.

In 2 kleinen Gruppen stachen wir auf dem sogenannten Jesusboot in See. Einige durften ausprobieren, wie es ist, am Steuer die Richtung anzugeben. Andere mussten Ihre Angst vor Spinnen besiegen, die offensichtlich gern im zusammengerollten Segel leben und herauskommen, wenn das Segel frei im Wind flattert. Über all diesen Herausforderungen wehte das Wissen, dass Jesus gemeinsam mit seinen Jüngerinnen und Jüngern in solch einem Boot unterwegs war. Denn das Schiff in Schleswig ist eine getreue Kopie des Schiffes, das am See Genezareth vor einigen Jahren gefunden wurde und dessen Alter auf rund 2000 Jahre Dank der C14-Methode datiert wurde.

Als wir gemeinsam in diesem offenen Boot saßen, schutzlos dem Regen, dem Wind und den Wellen ausgeliefert, bekamen die „Seegeschichten“ Jesu eine nachvollziehbare Aktualität: Wie wäre es mir gegangen, damals als der Sturm losbrach, die See aufpeitschte und die ersten Wogen ins Boot schwappten?

Was die Jünger gemacht haben, wissen wir: Sie schrien in Todesangst. Jesus aber schlief. Bis ihn jemand aufweckte und er den Wind und die Wellen zum Schweigen brachte. Genau das wünsche ich mir auch: Jemanden der die Welt für einen Augenblick anhält. Jemanden, der die Macht hat, dem, was über uns hereinbricht, Einhalt zu gebieten.

Ich kenne niemanden, außer den Sohn Gottes, der das kann. Und so bleibt nichts anderes, als in den Stürmen des Lebens die Hände zu falten und stumm oder voller Kraft zu Jesus zu schreien, in der Hoffnung, dass er es am Ende gut macht. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht das Ende.

In diesem Vertrauen sende ich Ihnen fröhliche Grüße, Ihre/Eure Pastorin Stefanie Warnke, Hohenaspe